Biodiversitätsmonitoring mit LandwirtInnen

Die Wespenspinne – Der Klimawandelindikator

Siegeszug eines Mittelmeerbewohners

Die Wespenspinne eroberte binnen der letzten drei Jahrzehnte Mittel- und Nordeuropa und gilt als Bioindikator für die Klimaerwärmung. Bis zu den 1970er Jahren in Österreich noch nicht bekannt, zählt sie inzwischen zu den häufigsten Radnetzspinnen im Gebiet. Das Zickzack-Band (Stabiliment) in der Längsachse des Radnetzes dürfte sowohl der Anlockung von Insekten („Landebahn“) als auch der Verteidigung der Netzbesitzerin (optisches Auflösen bei Schaukelbewegungen) dienen.

Hotel Insektenwiese

Was die Wespenspinne braucht, sind Trocken- und andere Magerwiesen, möglichst 1-mähdig und insektenreich, sowie Altgrasbestände. Sie lebt in sonnigen, warmen und offenen Gebieten auf trockenem oder feuchtem Untergrund. Die Wespenspinne ist derzeit ungefährdet. Auch wenn ihre Lebensräume weniger werden, befindet sich die Art seit wenigen Jahrzehnten in Ausbreitung. Eine potenzielle Gefährdung ist durch Intensivierung und auch Aufgabe der Landwirtschaft sowie Verbauung von artenreichen Magerwiesen gegeben. Der Erhalt von Magerwiesen und Förderung von Blühstreifen ist daher besonders wichtig!

Frühlings-Enzian

Hier können Sie den Steckbrief downloaden!