Biodiversitätsmonitoring mit LandwirtInnen

Das Zwitscherheupferd – Selbstbewusster Sänger

Groß, schwer, grün

Das etwas plump wirkende Zwitscherheupferd gehört zu den größten heimischen Heuschrecken. Es ist nur wenig kleiner als das ähnlich aussehende Grüne Heupferd. Im Gegensatz zum Grünen Heupferd hat das Zwitscherheupferd kurze Flügel! Sie reichen nicht über das Hinterleibsende hinaus. Die Färbung ist einheitlich grün, nur der Rücken und die langen Fühler gelb- bis rotbraun.

Nicht nur Vögel zwitschern…

…auch die Männchen des Zwitscherheupferdes produzieren einen sehr lauten, einheitlichen Schwirr-Gesang, der mehrere Sekunden anhält. Der Gesang beginnt zu Mittag und dauert oft bis weit in die Nacht hinein. Der sirrende Gesang des Zwitscherheupferdes ist charakteristisch für warme Spätsommertage und -nächte.

Vorsicht bissig

Das Zwitscherheupferd zählt zu den aggressivsten Laubheuschrecken Mitteleuropas und greift selbst das deutlich größere Grüne Heupferd an. Versucht man ein Tier zu fangen und in die Hand zu nehmen, kann es mit seinen scharfen Beißwerkzeugen sehr stark zwicken. Nähert man sich dem gut getarnten Tier, so unterbricht es den Gesang und verharrt regungslos. Bei Gefahr versteckt sich die Art hinter einem Stängel bzw. unter einem Blatt oder lässt sich zu Boden in die dichtere Vegetation fallen.

Intensivlandwirtschaft und Flurbereinigung, aber auch Aufforstung und  Nährstoffanreicherung können den Lebensraum der Zwitscherheuschrecke einengen. Bislang ist die Art aber noch weit verbreitet, durchwegs häufig und nicht gefährdet. Unseren Bauern sei Dank! Wie kann man das Zwitscherheupferd fördern? Das Zwitscherheupferd profitiert von traditioneller Landwirtschaft und Strukturen in Form von Hecken und Feldgehölzen. Werden die Schnitthäufigkeiten reduziert oder Brachestreifen belassen, freut das die Tiere umso mehr.

Frühlings-Enzian

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Dieses Projekt wird aus Mitteln der Europäischen Union, Bund und den Ländern im Rahmen der Ländlichen Entwicklung finanziert.